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Tom Fruin

"The Straight Dope"

GALERIE CURTZE
 09.04. - 31.05.2005

Vernissage: am Freitag, dem 8. April 2005, um 19:00 Uhr


Here comes johnny yen again
With the liquor and drugs
And the flesh machine
He’s gonna do another strip tease.

Iggy Pop, Lust for Life

Wir freuen uns Ihnen einen neuen Künstler aus unserem Galerie – Programm vorstellen zu können und zeigen Tom Fruin "The Straight Dope. Die Arbeiten des in den USA sehr erfolgreichen Künstlers sind zum ersten Mal in Österreich zu sehen.

Fruin konfrontiert den Betrachter mit einem sehr aktuellen gesellschaftlichen Tabuthema und setzt sich mit dem Thema Sucht auseinander. Er hält uns - ohne zu moralisieren - einen Spiegel unserer Abhängigkeiten vor und stellt die Frage: "…Mit den Worten des totalen Verlangens: "Würden Sie das nicht? Ja, das würden Sie.

( William S. Burroughs, Eidesstattliche Erklärung: Aussagen über den Verlauf einer Krankheit). Drastischer ließe es sich noch mit den Worten Rimbauds ausdrücken:…Wir schwören auf dich, Methode!.... Wir vertrauen auf das Gift. (A. Rimbaud, Illuminations, Matinèe d`ivresse)

Verstörend und anziehend zugleich wirken Fruins flags, genäht aus gefundenen drug bags und Fundstücken seiner Suche in der Subkultur.

Die mosaikartigen Bestandsaufnahmen sind systematisch. Die Sucharbeit eines Tages in einem bestimmten Park oder rund um Wohnanlagen (wobei Wohnanlagen hier auch homeless shelters miteinbezieht) wird in den flags nachgezeichnet. Diese trails aus Süchten und Sehsüchten bilden das Gerüst für die Collagen. In "Homeless Trials of Inwood Park zeigen leere drug bags und condom wrappers das traurige Universum eines Süchtigen. Bei aller Trostlosigkeit schwingt jedoch auch eine Schönheit mit, die ihren Reiz aus dem Gegensatz zwischen ruinösem Lebenslauf und den Zeugen ekstatischen Erlebens bezieht. Fruins Arbeit verarbeitet Fundstücke in einem eigenwillig, konzeptuellen Ansatz. Seine Wahrheit ist wie im Ausstellungstitel "The Straight Dope zu ertragen und der "Stoff nüchtern. Das Prinzip der Wiederholung in seinem Werk kann auch als Metapher für Sucht heran- gezogen werden, deren Kreislauf darin besteht den ersten rush zu wiederzufinden.

TOM FRUIN, born 1974, lives and works in Brooklyn, NY
2005 Mike Weiss Gallery, New York, NY , New Gallery, Houston, TX ,Galerie Heike Curtze, Austria
2004 Starfucker, Mike Weiss Gallery, New York, NY , 2002 Cultural Narcotics: The Straight Dope, Stefan Stux Gallery, NY
2001 Cultural Narcotics, Stefan Stux Gallery, Project Room, NY 1999 Hazard of Gravity Sculpture Installation, Smack Mellon Gallery, Brooklyn, NY. Curated by Anika T. Kristensen New Growth, GAle GAtes et al., Brooklyn, NY