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Bernd Koller 

"Arbeiten auf Papier"

GALERIE CURTZE
 03.03. - 03.04.2005

 

Vernissage: am Mittwoch, dem 2. März 2005, um 19:00 Uhr


Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Bernd Koller ist der Lyriker unter den österreichischen Künstlern seiner Generation, der von seinen Erfahrungen in und mit der Natur berichtet. Das Dialogverhältnis zwischen Natur und Mensch ist für den Arnulf Rainer-Schüler Inspirationsquelle. Seine Arbeiten, die oft lavierend und mit sparsamer Pinselarbeit ausgeführt sind, umkreisen hintergründig diese Thematik.

Mit Aquarellfarben, schwarzer Kreide oder Bleistift entwickelt Bernd Koller in seinen Blättern fragile Kompositionen mit sowohl romantischen wie auch naturmystischen Zügen, die sich jedoch bei genauerer Betrachtung als spröde und brüchig erweisen. Figuratives kombiniert er assoziativ mit landschaftlichen Eindrücken. Bildtitel oder literarische Zitate erhöhen die poetische Aussagekraft der zarten Blätter, die vom Betrachter geduldiges Einsehen verlangen.

Hierfür stellt Koller ein reiches Repertoire von wieder erkennbaren Motiven zur Verfügung - nachstehend seien exemplarisch einige Arbeiten herausgegriffen:

Der Kreisel, 2004
" ... denn die Sucht nach Geschwindigkeit ist die Sehnsucht nach Auflösung ..." könnte man als Arbeitstitel für dieses Aquarell heranziehen. Eine entspannt wirkende Figur sitzt auf einem rotierenden oder gerade kippenden Kreisel. Am linken Bildrand durcheinander gewirbelte Malutensilien, über die sich eine fast unsichtbare Hand legt.

Das Kartenhaus, 2003
Ein ähnliches fragiles Gleichgewicht wie bei "der Kreisel" ist der Arbeit "das Kartenhaus" zugrunde gelegt. Ein Harlekin und ein Schmetterling bevölkern die Komposition. In der Bildmitte balanciert eine mit wenigen Strichen angedeutete Figur auf einem Kartenhaus. Die Bildtitel scheinen zunächst einem Kinderbuch entnommen, wirken aber bei genauerer Betrachtung spröde und brüchig und weisen über die persönliche Sphäre hinaus auf grundsätzliche Situationen der menschlichen Existenz.

Denkspiel, 2004
In dieser Arbeit lässt sich einiges über die Arbeitsweise Kollers ablesen. Wieder abgewaschene Worte wie "Wolke", "Boot", "Malen" zeigen, wie sich der Künstler seinen Themen nähert. Auf dem Bild vorhandene Kürzel - wie die vorher genannten - dienen zur Suggestion und werden in der Bildfindung oft wieder verworfen. Eine von einer Hand überdeckte Malerfigur, Löwenzahnblüten, ein Salamander, ein Harlekin und Landschaftsausschnitte bilden die weiteren Elemente dieser Zeichnung.

Biografie:
geboren 1971 in Fusch an der Glocknerstraße, lebt in Wien und Fusch
1989 Sommerakademie Salzburg bei Hermann Nitsch
1990 Malersymposion Werfen
1989 - 1995 Studium der Malerei an der Akademie der Bildenden
Künste, Wien, bei Arnulf Rainer
1996 Stipendium des Rotary-Clubs Saalfelden
1996 Studienaufenthalt in Paris (Stipendium der Salzburger Landesregierung)
2001 Förderungspreis der Bau Holding

Ausstellungen:
1991 Galerie Zell am See
1994 Galerie Ulysses, Wien, (Beteiligung)
1997 Galerie Zell am See
Galerie im Traklhaus
1999 Galerie Lang Wien
Galerie Curtze, Salzburg, (Beteiligung)
2000 Galerie Zell am See
Kulturverein Werfen
Alte Schmiede Wien
Cite` International des Arts, Paris (Beteiligung)
2001 Galerie Curtze, Wien, Salzburg
Rupertinum Salzburg, "Zauber der Zeichnung", (Beteiligung)
Kunstforum der Bauholding, Klagenfurt
2002 Galerie Zell am See
2003 Rupertinum Salzburg, "Spotlight 02"
Galerie Heike Curtze, Salzburg, (Beteiligung)
2004 Galerie Heike Curtze, "Querschnitt", (Beteiligung)
Museum der Moderne, Salzburg, "Vision einer Sammlung", (Beteiligung)
2005 Galerie Heike Curtze, Wien