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Konzentrationen

GALERIE CURTZE
 24.07. - 31.08.2004

Preview: Freitag, 23. Juli 2004, um 18:00 Uhr
Eröffnung: Samstag, 24. Juli 12.00 - 15.00 Uhr


Unsere diesjährige Salzburger Ausstellung, die 10. Sommerausstellung, haben wir "Konzentrationen" genannt. Im Gegensatz zu den One-Man-Shows zu Ostern sollen die Gruppenausstellungen im Sommer das Profil der Galerie darstellen.
Eine Auswahl exemplarischer Arbeiten so unterschiedlichster künstlerischer Positionen zeigt eine Gemeinsamkeit auf:
Das eindringliche und konzentrierte Erleben das ein Werk sowohl in seinem Schaffensprozeß, als auch in seiner Wahrnehmung erfordert und vermittelt.

Skulptur:
Für den in Paris lebenden Amerikaner Paul Wallach kann der Titel der Schau als ein Leitmotiv seiner Arbeit gesehen werden: Er geht ganz bewusst auf neue räumliche Situationen ein und schafft Orte der Konzentration und Ruhe.
Kontemplation schaffen auch die Skulpturen aus bemalten und geschichteten Holzstaffeln des New Yorker Künstlers Michael Venezia.
Im Gegensatz dazu stehen die durch Benutzung durch den Betrachter erfahrbaren Außenskulpturen von Tone Fink. Fink, der eine Klasse der diesjährigen Sommerakademie leitet, zeigt in den Studienräumen der Galerie im Traklhaus vom 6. August bis 18. September "Bilder und Objekte aus Papier".

Malerei:
Die Grenzen zwischen Malerei und Skulptur lotet Stephanie Pflaum in Ihren Installationen aus. Gezielt vermischt sie Plastikblumen und andere ironische Details mit Anklängen an die Klassische Malerei.
Markus Krön, auch ein Künstler der jungen Generation, zeigt uns in figurativer Malerei die seltsame Poesie von Vororten und Kleingartensiedlungen.

Orte konzentrierter Lebenslust und hintergründiger Melancholie zeigt Christian Ludwig Attersee, der dieses Jahr den Lovis-Corinth-Preis entgegen nehmen kann, in seinen neuen Arbeiten. Die Bildwelt von Hermann Nitsch ist von intensivem Erleben und sinnlichem Umgang mit Farbe geprägt. Nitsch zeigt neue farbige Schüttbilder und Papierarbeiten.

Als eine Art Gegenpol dazu können die Arbeiten von Arnulf Rainer und Kurt Kocherscheidt gesehen werden. Kocherscheidts spröde, erdige Formensprache- und Rainer, dessen Werk ständig zwischen Konzentration und Übermut pendelt.
Eine ganz eigene Position nimmt Rudolf Leitner-Gründberg in seinem Werk ein. Seine Vision der durch Kunst überhöhten Existenz wird in seinen Arbeiten deutlich.

Menschliche Formen wie ein Mund, ein Auge, ein Torso paraphrasiert Jürgen Messensee in seinen Bildern und gibt sie als Chiffren wie z.B. "Katamaran" wieder.
In den neuen Werken von Wolfgang Lorenz finden sich Anklänge an figurative Malerei. Jedoch werden die Kopf-Formen flächig und geometrisch aufgelöst.

Yigal Ozeri umkreist im Zyklus "Long Island City- Pigeons" das Thema Tauben und arbeitet Kindheitserinnerungen und die mythische Bedeutung des Sujets auf.

Zeichnung:
Von Günter Brus zeigen wir rare Zeichnungen aus den 80-er Jahren. Brus schafft eine "dunkelbunte" Bildwelt in der noch die Todessehnsucht Blumenschmuck trägt.
Anklänge an Natureindrücke finden sich in den Zeichnungen und Aquarellen von Bernd Koller. Sie dienen jedoch nur als Chiffren – der Zeichner umkreist in einer Art Erfahrungsprotokoll die Existenz.
Visionäre Entwürfe- geschaffen in New York, in den 70-er Jahren- an der Schnittstelle zwischen Zeichnung und Architektur, präsentieren wir von Klaus Pinter.

Fotografie:
Dominique Evrard zeigt in seinen SW-Fotos Eindrücke, die während seiner ausgedehnten Reisen entstehen. Anders als ein klassischer Reisefotograf konzentriert er sich auf stille, unbeachtete Momente. Ein architektonisches Motiv erscheint als eine Komposition von Licht und Schatten und ähnelt abstrakter Malerei.

Anders geht Anee Mann mit dem Medium Fotografie um. Sie legt mehrer Bilder eines Motivs am Computer übereinander und belichtet damit einen großformatigen Diafilm. Gerollt und von innen beleuchtet entstehen daraus Leuchtobjekte, die Städte und Landschaften portraitieren.