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Rudolf Leitner - Gründberg

"Die Herrlichkeit Deines Hauses"
Ich möchte nicht mehr direkt handeln

GALERIE CURTZE
 13.04. - 21.05.2003

 

Eröffnung: am Montag, den 12. April 2003, um 12:00 Uhr


Ausstellungsort: Wiener Philharmoniker - G.2, 5020 Salzburg
Tel./Fax: +43 / 662 / 843 193, Mobiltel.: +43 / 699 / 11 26 026

Die Ausstellung in Salzburg wird ein Kultraum des Lichtes.
In den gezeigten Werken ist die größtmögliche Leuchtkraft entwickelt, vorwiegend mit den Farben Gelb, Weiß und dem mir gemäßen Medium, der Wesenheit des Goldes, das durch keine Farbe und nichts anderm zu ersetzen ist.
Ich habe dem Gold auch (so glaube ich) eine neue geistige Dimension gegeben. - Den inneren Glanz, der eine Realität der geistigen Welt ist und sich in der sinnlich fassbaren Welt spiegelt, zu stärken, ist das innerste Prinzip meiner Vision. Nicht wurde mehr vom Pseudointellektualismus des 20. Jahrhunderts weggeredet und verraten als das. Die Arbeit an den Bildern geht vom Momenten des Glückes aus, die durch Überlagerung plötzlich zu einzelnen Bildern verschmelzen und ein riesiges Volumen an Zeit in sich tragen und damit wieder auf die Welt einwirken.
Die Bedeutung eines Bildes ist die in einer Form konzentrierte Vision. Wenn Malerei dies nicht kann, was üblicherweise der Fall ist, ist Malerei selbstverständlich tot, und man braucht ihr nicht nachzuweinen.
Da jedes dirkete Handeln eng mit dem "Willen" verbunden ist, tritt es immer auch in einen Bereich ein, den wir nicht unter Kontrolle haben, daher ist in jedem Handeln Verlletzung miteingeschlossen. Wesen und Sinn der Kunst ist für mich ein indirektes Handeln, indem der Wille durch die Vision überhöht und so nicht mehr Entscheidungsträger ist. Das Kunstwerk ist die vom Willen befreite indirekte Handlung. (Indirekt bedeutet, dass die formgefasste Vision als dauernder Impuls auf die Welt einwirkt.)
Jedes konzentrierte Denken und umso mehr jede Vision, die in der Form konzentriert ist, bewirken etwas in der Welt, ob es jemand gefällt oder nicht, ob das jemanden ins Konzept passt oder nicht.
Mein Platz ist dort, wo die Zeit, die ein Schlange ist, sich den Schwanz beißt.

Rudolf Leitner - Gründberg
März 2003