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1946 in Wien geboren
1964-70 Studium an der Akademie der bildenden Künste Wien,
Meisterschule für Graphik (Prof. Melcher) sowie Kunst- und
Werkerziehung
Studium an der Universität Wien (Geschichte, Kunstgeschichte,
Philosophie)
1970 Graphik-Diplom und Magisterium
Abgangspreis der Akademie der bildenden Künste, Wien
1973 Kulturförderungspreis der Stadt Wien
1977 Österreichischer Staatsförderungspreis für bildende
Kunst
1983 2. Preis beim Römerquelle-Wettbewerb
1991 Kulturförderungspreis des Landes Niederösterreich
lebt in Wien und Heinrichs bei Weitra/NÖ
zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland
Ausstellungen in der Galerie Contact: 1987,90,93,94,96,2003
Ernst Skricka, den die Galerie Contact seit 1987 in Einzelausstellungen
präsentiert, zeigt eine Auswahl seiner neueren Bildzyklen und
gibt damit einen Einblick in seine aktuelle künstlerische Arbeit.
Das Arbeiten in Serien ist ein Charakteristikum des Künstlers,
dem eine zyklische Vorgangsweise zugrunde liegt: Formen, Gesten,
Gedanken werden von Bild zu Bild aufeinander bezogen, bedingen sich
in ihrer Aufeinanderfolge.
Skrickas bevorzugtes Medium ist die Schwarzweiß-Zeichnung.
Mit Tusche, Kohle oder Kreide auf zumeist handgeschöpftem Büttenpapier
werden die zahlreichen Möglichkeiten des Schwarz-Weiß
ausgeschöpft und die Lebendigkeit des Material miteinbezogen.
Auf Grundlage des Ausdruckswertes von Linien hat Skricka eine Bildsprache
von unverkennbarer Eigenart geschaffen. Aus dem motorischen Akt
des Zeichnens entwickelt er vielfältige lineare Gefüge,
deren Strichführung sich innerhalb des figuralen Bezugskanons
bewegt, jedoch durch starke Abstrahierung gekennzeichnet ist. Von
Spontaneität und Improvisationslust bestimmt, dringt sie mitunter
fast ins Informelle vor.
Das zentrale Thema des Künstlers ist der Mensch. Die menschliche
Gestalt, Gesichtszüge, Körperteile werden auf unterschiedlichste
Weise variiert, wobei der Körpersprache besonderes Interesse
zukommt. Durch vieldeutige Titel wird der Betrachter in die Bildwelt
eingeführt, die Mehrwertigkeit der Linien und der hohe Grad
der Abstrahierung lassen aber viel Freiraum für eigene Assoziationen
und Deutungen.
Skrickas Werk zeichnet sich durch eine ungemeine Souveränität
in der zeichnerischen Bildfindung sowie durch eine außerordentliche
Vielfalt der graphischen Ausdrucksmöglichkeiten aus. Mit Einfühlungsvermögen
und Prägnanz werden menschliche Befindlichkeiten und Verhaltensweisen
auf sowohl nachdenklich-ernste wie auch humorvolle Weise veranschaulicht.
Mag. Birgitta Kager
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