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Sieglind Gabriel installiert eigens für diese Personale im
Parterre des artLabs eine raumabgestimmte Arbeit mit dem Titel "In-Between-Out
/ reality desires". Diese Arbeit besteht aus acht auf Augenhöhe
montierten Ringen mit Durchmessern von 1,5 Metern, welche auf ihren
Innenseiten mit Fotos bestückt sind: Aufnahmen von Asylantenwohnräumen
- Foto für Foto aneinandergereiht. Eine eigenartige, rohe Verzerrung
entsteht durch die zentimetergenaue Wiedergabe des Raumes durch
Gabriels Verzicht auf fototechnische Nachbearbeitung. Der Besucher
selbst findet sich auf assoziierter Ebene in einer ähnlichen
Rolle der AsylantInnen wieder. Denn um in einen Ring zu gelangen,
muss erst "Abgetaucht" werden, um wieder "Auftauchen"
zu können.
Es bleiben vorübergehende Aufenthaltsorte, Zwischenräume,
in welchen die Wirklichkeit und Träume der ImmigrantInnen aufeinanderprallen.
Der Ausblick aus den Reifen selbst verschärft diese Situation:
Subtile Aufnahmen von Wunschdestinationen wie etwa die Skyline von
New York oder Sonnenuntergänge in der Karibik, die an öden
grauen Wiener Hausfassaden platziert sind oder als Sonnenschutzabdeckung
von Pkws fungieren, visualisieren diese Hoffnung und Auswegslosigkeit
in einem.
Dieses Prinzip, nach Realitätsrelationen zu forschen, wird
ebenso in der zweiten Arbeit, "what is it that makes todays
home such an appealing place of recreation", zur Anwendung
gebracht. Es handelt sich hierbei um Fotocollagen. Hamiltons
Pop Art Ikone wird spirituell herangezogen, um den Umgang mit der
Welt des Computerspiels stattfindend im "Wohnzimmer" zu
illustrieren. Der Spieler oder Held muss Bösewichte erschiessen
und diverse Aufgaben erledigen. Eine subtile Persiflage beginnt
sich zu entwickeln.
Biographie:
| 1968 |
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in Schwaz/Tirol geboren, lebt und arbeitet in Wien. |
| 1987-94 |
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Studium an der Hochschule Mozarteum in Salzburg, Klasse für
Malerei und Graphik |
| 1991/92 |
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Studium an der Glasgow School of Art |
| 1994-98 |
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Akademie der bildenden Künste, Wien, Meisterklasse für
Graphik bei Gunter Damisch, Meisterklasse für Malerei bei
Renée Green. |
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| Ausstellungen: |
| 2002 |
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" In-Between-Out/reality desires "artLab- Galerie
Ernst Hilger |
| 2001/02 |
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" Central " Galerie Binz & Krämer, Köln |
| 2001 |
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" Central, Neue Kunst aus Mitteleuropa" , MQ Wien |
| 2000 |
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" KunstRaum Mitteleuropa" Palais Harrach, Wien
" Ordre du jour ", Espace Hilger, Paris
Biennale La Spezia, La Spezia |
| 1999 |
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" Wanderlust ", Espace Hilger, Paris |
| 1998 |
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" junge Graphik stellt sich vor " Galerie Ernst
Hilger, Wien
" Pupillennetz " Galerie im Andechshof, Innsbruck
artLab- Galerie Ernst Hilger |
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