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Ich sehe katarakte von wunderschönen Arbeiten,
schwärmt Hermann Nitsch vor Bildern von Janz Franz. Nitsch
weist auf tiefe visionen, kollektives unbewußtes,
ewigkeit und endlichkeit und bemerkt über Janz:
er ist hellhörig und hellsichtig... er ist ein gratwanderer,
er kann leicht abstürzen in jene abgründe des unermesslichen,
die er wollüstig schaut und fürchtet.
Die Welt des Malers und Zeichners Janz Franz gibt Zeugnis von
der anderen Seite, von einer Welt voller Dämonen, Hexen und
Vampiren. Seine Tiere sind Boten dieser Sphäre. In Janzens
Bildern ringt Brigitte Bardot (BRIESHIT) mit Voddoo-King,
geistern Kobold Zilip und Vampirin Draka, wird ein graues Kinderlied
gesungen. Welcher Künstler glaubt die Kräfte in seinen
Werken bannen zu müssen, wie Janz es tut mit kurzen Strichen
rund um seine Bilder?
Janz, 1946 in Graz geboren, war nach einer Lehre gemeinsam mit
Arnold Schwarzenegger vorwiegend als Kellner tätig, ehe er
sich 1976, vor 25 Jahren, für das Künstlerdasein entschied;
erfolgreich, wie Austellungen von Genf bis Mailand und Köln
belegen. In einer Art Retrospektive zeigt die Galerie Altnöder
in Salzburg vom 28. Februar bis 31. März Arbeiten auf Papier
und Leinwand. Für Janz sind diese Bilder voller Energie und
Magie, auch Orakel, gemalt mit Seelenstrich auf der
Straße des Wahnsinns und der Wahrheit.
Die überaus expressiven Ansagen des Autodidakten faszinierten
in ihrer Dynamik und kongenialen Färbigkeit. Sie wecken Begehrlichkeiten
bei Sammlern wie Leopold, Infeld bis hin zu Laurie Anderson und
Museen.
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